8. – 12. Juni 2015:  Besuch des Hamlin– Fistula–Hospitals in Addis Abeba durch den Vorstand von EMotion

 

Mit Freunden aus dem Sudan, u.a. auch einem sudanesischen Gynäkologen und Chirurgen, besuchte der Vorstand dieses Krankenhaus.

Dort werden ausschließlich Frauen mit Obstetrik Fistula und deren Folgen behandelt.

 

Nach ihrer vollständigen Genesung werden diese Frauen wieder in die Gesellschaft, wenn möglich in ihre Familien, zurückgeführt.

 

Diese meist genitalverstümmelten Frauen

hatten häufig eine „stille Geburt“ (Totgeburt) und litten danach unter der Fistelbildung oft jahrelang. Wegen der Geruchsbelästigung durch ihre Inkontinez wurden sie vom Ehemann verlassen und von der Familie ausgestoßen und mußten in Einsamkeit leben. 

Weitere Informationen zu „stille Geburt“ und „Obstetrik Fistula“ einblenden/ausblenden


 

Das Hamlin Fistula Hospital

 

(www.hamlinfistula.org)

 

wurde vom Ärzte-Ehepaar Reginald und Catherine Hamlin

1974 in Addis Abeba, Äthiopien, gegründet.

 

Das Krankenhaus ist einfach eingerichtet, jedoch sauber gepflegt.

Es gibt keine Einzelzimmer, jedoch große, gut ausgestattete Operationssäle.

Der Garten ist liebevoll angelegt, mit vielen Blumen.

 

Manche Frauen müssen bis zu 4-mal operiert werden:

  • Behebung der Inkontinenz
  • Aufbau der Blase

 

Zusätzlich zum Ärzteteam arbeiten

  • Krankenschwestern
  • PhysiotherapeutInnen
  • LogopädInnen
  • PsychotherapeutInnen
  • SozialarbeiterInnen
  • LehrerInnen
  • Hebammen
  • Ergo-TherapeutInnen

 

In Sudans Hauptstadt Khartum gab es nur ein Krankenhaus, in dem Frauen mit Obstetrik Fisteln behandelt wurden. Dieses Krankenhaus wurde geschlossen, obwohl es viele Frauen gibt, die an Obstetrik-Fisteln und ihren Folgen leiden.

Die übelriechenden Fisteln sind ein Tabuthema. Zwar wurden Fisteln unentgeltlich operiert, aber die Frauen mussten oft Wochen oder Monate auf dem Dach des Krankenhauses leben und auf ihre Operation warten.

 

 

  • Ein begleitender sudanesischer Arzt in Äthiopien (spezialisiert auf die Behandlung und Operation von Obstetrik-Fisteln) operierte Frauen unentgeltlich.

 

  • Dieser Arzt möchte jetzt ein Krankenhaus nach dem Vorbild des Hamlin Fistula Hospitals errichten. Auch eine Abteilung für Obstetrik Fistula-Behandlungen in einem bestehenden Krankenhaus wäre denkbar.

 

  • Der Arzt benötigt Equipment, um Operationen durchführen zu können, speziell die sterile Operationsausrüstung und Medikamente.
  • Um sein Vorhaben durchführen zu können, müssen Spenden gesammelt und Sponsoren gefunden werden.

 

Die von ihm geplanten Aufklärungsveranstaltungen werden sich auf die Eleminierung von FGM positiv auswirken.

Er glaubt,  dass sich durch die Behandlung der an Obstetrik-Fisteln leidenden Frauen FGM automatisch verringern wird.

Der liebevolle und respektvolle Umgang mit den Patientinnen ist beeindruckend.

Je nach Genesungsstand können die Frauen im Haus mitarbeiten (Wäscherei, Küche .....,  Handarbeiten anfertigen, die dann verkauft werden).

Der Erlös wird dem Konto der jeweiligen Frau gutgeschrieben.

Wenn sie das Krankenhaus verlässt, hat sie ein Budget für ihren Neustart, der ihr ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben erlaubt. Viele Frauen können nicht mehr in ihre Familie zurück, da sie von ihren Männern verlassen wurden.


Informationen zu Fisteln auf Grund von FGM einblenden/ausblenden

Die Frauen können sich zur Krankenschwester oder Hebamme ausbilden lassen.

Sie können dann in die Dörfer gehen und aufklären, weitere ausgestoßene Frauen außerhalb der Dörfer suchen und bei Geburten helfen.

 

Jede Frau, die im Hamlin Fistula Hospital behandelt wurde, kann zum Gebären zurückkommen.

 

Der Aufenthalt im Krankenhaus und alle Angebote sind unentgeltlich.

Das Krankenhaus und seine fünf Zentren in ländlichen Gegenden Äthiopiens werden durch weltweite Spenden finanziert.

Derzeitiges Jahresbudget: 6 Millionen US-Dollar.


SPENDEN Sie jetzt!

 

Hypo Tirol Bank AG – BLZ 57000

Lautend auf:

E.+B. Kaslatter, E. Schiffer, Sudan

IBAN: AT78 5700 0304 5400 3670

BIC: HYPTAT22

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Tel. +43 676 41 64 464